egotrip.eu ... wenn ich trinke, fahre ich mit dem Bus

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Am Abend erreiche ich nach 790km und 13 Stunden ohne Pause die Heimat.

Danke, dass ich diese tolle Erfahrung machen durfte, insbesondere an Kerstin und die Kids; auch an alle, die mich unterstützt haben.

Danke Harald, dass Du so toll durchgehalten hast!

 

Hier die Fakten:

  • 8 Tage alleine (mit Harald)
  • 2250 km nur Landstraßen, keine Autobahn
  • 15.000 Höhenmeter
  • 300 Liter Benzin (durchschnittlich 13 Liter auf 100km)
  • 45 km/h Durchschnittgeschwindigkeit bis Mont Saint Michel
  • 60 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit Heimreise

 

Die Rückreise

 

Morgens 6:00 Uhr: Nachdem ich in Le Tréport beginnend und in Mont Saint Michel endend die gesamte Küste der Normandie abgeklappert habe, zieht es mich nach Hause. Das Ende meiner Reise naht. Gerne würde ich in ähnlicher Weise auch die Bretagne erkunden, aber die Zeit habe ich nicht. Außerdem freue ich mich auf die Family. Ich fahre los... 

 

(01.06.2019)

Gen Süden 

 

Vorbei an vielen tollen weitläufigen Stränden und Dünenlandschaft geht es nun in Richtung westlichem Ende der Normandie. Unterwegs halte ich mal an einem Schloss, mal mitten in der Natur und genieße die Eindrücke. Am Nachmittag erreiche ich Mont Saint Michel, zumindest in Sichtweite (ca. 3km). Weitere 30 km sind es bis ich die weitläufige Bucht umfahren habe und endlich den Touri Parkplatz erreiche. So... Jetzt nur noch Ticket ziehen, durch die Schranke und... Klack! Was war das? Oh nein. Der Kupplungszug. Glücklicherweise hat Uwe mir einen Ersatzzug mitgegeben. Also ab unter das Auto und Schrauben. Natürlich kommt es wie es kommen musste: Alles ist vergammelt und ich habe nicht das richtige Werkzeug dabei. Nach aufregenden fast drei Stunden ist dann doch alles drin und Harald (t)rennt wieder. Nun noch zum Mont und dann reicht es für heute. 

 

(31.05.2019)

Vatertag

 

Harald und ich sind jetzt schon 1230 km und fünf Tankfüllungen zusammen. Vorweg: Ich hatte einen tollen Vatertag! Nur die Family fehlte heute zu meinem Glück. 

Vorbei an der Küste ging es weiter mit einigen kleinen Stopps. Als erstes hielt ich an einer Boulangerie, um mir für das Mittagessen ein frisches Baguette und das obligatorische Frühstückscroissant zu kaufen. Da in der Auslage auch Camembert lag, nahm ich davon auch einen mit. Unterwegs fand ich noch eine schöne Wassermühle und eine Windmühle, für die ich natürlich auch anhielt. In Saint Mère Eglise wollte ich den Fallschirmspringer am Kirchturm sehen, der an das Unglück eines Soldaten erinnert. Am Nachmittag erreiche ich dann mein Tagesziel... Jobourg auf der Halbinsel Le Hague. Als ich den Camembert voller Vorfreude aufmachte, musste ich mit Erschrecken feststellen, das es sich um Karamellbonbons handelte. Gut, dass ich auf dem Markt noch eine super leckere Wildschweinsalami gekauft habe. Gestärkt machte ich mich dann auf, um die Umgebung zu erkunden. Etwa 15 km und gefühlt ebenso vielen Höhenmetern später ,bin ich zurück am Bus und genieße bei Musik und Kölsch (ja, ich hatte noch eins) den Sonnenuntergang. Danke für diesen tollen Egotripvatertag! 

 

(30.05.2019)

6. Juni 1944

 

Wie geplant habe ich Le Havre am frühen Morgen hinter mir gelassen und die erste Pause in Honfleur, einer alten Hafenstadt an der Seinemündung, gemacht. Die nun folgende Côte fleurie war sehr abwechslungsreich. In Dives sur Mer / Cabourg habe ich mir die alte Pilgerkirche angesehen und mich mit der Geschichte von Wilhelm dem Eroberer beschäftigt, der von hier aus nach England gestartet ist. Weiter ging es dann zu den Orten, an denen die Alliierten am D Day die Deutschen angriffen. Einige dutzende Kilometer, die ich als ziemlich bedrückend empfunden habe. Da sich dieses Jahr das Ereignis zum 75. Mal jährt, ist hier einiges los. Franzosen, Belgier, Engländer und Amerikaner mit alten Kriegsfahrzeugen sind oft zu sehen. Auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof wird alles für den Besuch des Präsidenten vorbereitet. Morgen werde ich den nordwestlichen Zipfel der Normandie erkunden. Die Region heißt La Manche. Jetzt bin ich nach weiteren 180 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 40 km/h ziemlich platt und freue mich auf eine ruhige Nacht in Grandcamp Maisy. 

 

(29.05.2019)

Steilküste ohne Ende

 

Von Le Tréport ging es heute Morgen schon ganz früh weiter. Den ersten Stopp machte ich in Sotteville sur Mer. Dort wanderte ich bei zurückgehendem Wasser bis nach Veules les Roses unterhalb der Steilküste. Auf der gesamten Strecke bin ich niemandem begegnet, es war einfach toll alleine am Strand zu sein. Nach dem Mittagessen ging es dann oberhalb der steilen Klippen zurück. Weiter ging es anschließend nach Étretat, wo das Meer ordentlich Lochfraß betrieben hat. Jetzt stehe ich in Saint Jouin Bruneval direkt am Kieselstrand und genieße noch ein wenig das Meeresrauschen bis ich einschlafe. Eben habe ich noch Eva und Bernd kennengelernt. Wir haben uns sehr gut bei einem Glas Wein unterhalten. Morgen geht es dann weiter an Le Havre vorbei. Etwa 880 km haben Harald und ich jetzt hinter uns. Vor uns liegen noch etwa 1100 km, wenn mein Plan aufgeht. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. 

 

(28.05.2019)

Freiheit... oder Abhängigkeit?

 

Gestern Abend habe ich bis zum Einbruch der Dunkelheit noch eine dreistündige Wanderung gemacht. Schaut mal in die Bilder von gestern, habe noch ein paar ergänzt. 

Heute Morgen beim ersten Kaffee auf meinem Camping privée fiel mir auf, dass mein Handy aus ist obwohl ich es frisch geladen hatte. Gestern war es mir ins Wasser gefallen, es funktionierte jedoch den ganzen Tag einwandfrei. Über Nacht hat dann wohl das Wasser doch noch seine Leitfähigkeit entdeckt und das Telefon gekillt. Plötzlich merkte ich wie abhängig ich von dem Sch... Ding bin und wurde nervös. Auf dem Weg in Richtung Le Tréport habe ich dann verzweifelt in jedem Ort einen Handyladen gesucht und wurde schlussendlich in Bologne sur Mer fündig. Schon toll wenn man wieder Verbindung zur Außenwelt hat und insbesondere wieder Zugriff auf Kartenmaterial. Heute habe ich in Le Tréport i(Normandie) einen Platz oberhalb der Steilküste gefunden. Die gefühlt 10.000 Stufen nach unten haben sich gelohnt. Im Ort bin ich stundenlang umher spaziert und habe mir alles angesehen. Nach einem ordentlichen 3-Gänge Menü ich nun mit der Schrägbahn wieder oben angekommen und genieße den Abend noch ein wenig mit Harald und Mateus (portugiesischer Rosé). 

 

(27.05.2019)

Je suis arrivée

 

Am frühen Morgen habe ich meinen Standplatz verlassen und mich auf den Weg nach Wissant gemacht. Am Mittag habe ich endlich nach weiteren 181 km mein Ziel erreicht... Das Meer. In Summe ist Harald nun gute 12 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 50km/h nur über Landstraßen gefahren. Nach einer Erkundung des schnuckeligen Ortes habe ich einen ausgedehnten Strandspaziergang gemacht und dabei alte Bunkeranlagen entdeckt. Jetzt habe ich einen tollen Standplatz etwa 1km vom Strand entfernt, etwas windgeschützt und ruhig. Bisher stehe ich alleine hier. Morgen soll das Wetter etwas besser werden. Ich bin gespannt was der morgige Tag so bringt. 

 

(26.05.2019)

 

First stop

 

Die ersten 433km sind geschafft. Los ging es quer durch die Eifel und dann in Richtung Luxemburg. An der Sauertalsperre habe ich mittags die erste Pause eingelegt, im strömenden Regen. Der Bus lief stabil, nur etwas viel Sprit hat er sich gegönnt. Seit heute heißt er Harald (Juhnke). Danach ging es geradewegs in die belgischen und französischen Ardennen. Das Wetter wurde leider nicht besser. Zwischendurch hatte ich kurz die Idee durchzufahren. Die Vernunft hat gesiegt. Jetzt stehe ich in Caudry und bleibe die Nacht hier. Noch 170km bis Wissant, das ist mein Ziel für morgen. 

 

(25.05.2019)

Startklar!

 

Der Bus ist gepackt und ich bin wieder fit. Wenn die Nacht mir keinen Strich durch die Rechnung macht, starte ich morgen früh. 

 

(24.05.2019)

Startverzögerung

 

Leider habe ich heute Nacht hohes Fieber entwickelt und ich kann jetzt nicht wie geplant starten. Im Moment geht es mir etwas besser und ich hoffe darauf morgen die Reise beginnen zu können.

 

(24.05.2019)

 

Kurz vor knapp!

 

Letzte Woche habe ich mal schnell noch einen Ölwechsel durchgeführt und bei der Gelegenheit Öldruck- und Temperaturanzeigen installiert. Bis Sonntag Abend stand die Tour auf der Kippe, da ein Gewinde im Motorblock aufgegeben hat. Jetzt ist alles gefixt und hoffentlich dicht. Danke Markus für Deine Hilfe!

In drei Tagen geht es los... Ich bin voller Vorfreude

 

(21.05.2019)

 

 

Bald ist es so weit!

 

Am 24.05.2019 geht es los...

Ich starte mit meinem 73er VW T2 Westfalia in Richtung Normandie. Hier werdet Ihr während meiner Reise ein paar Fotos und einen Reisebericht finden.

Danke nochmal an alle, die mir diesen Trip ermöglicht haben!

 

(14.05.2019)

 

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